Mira bei RADIO 21: Amy Winehouse

Verfasst von am 10. August 2016 in RADIO 21

Ist das wirklich schon 5 Jahre her? Am 23. Juli 2016 jährte sich der Todestag der Sängerin Amy Winehouse. Anlass für uns, einen tieferen Blick auf die Ausnahmekünstlerin zu werfen, die mit ihrer magischen Stimme so viele Menschen berührte und die nicht nur durch ihren frühen Tod in unseren Herzen bleiben wird.

I´m no good
So heißt einer ihrer bekanntesten Titel und gleichzeitig auch ihre Biografie. Wir können in diesem Satz einen Hinweis auf ihre intrinsische Motivation finden: Aus unserer Sicht ist es die Individualität. Amy Winehouse fehlte das Talent, sich selbst Anerkennung zu schenken – was typisch ist für Menschen, deren Persönlichkeit darauf fixiert ist, anders zu sein als andere und die einen permanenten Drang verspüren, diese gefühlte Andersartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Amy Winehouse fühlte sich in der Melancholie zuhause, sie trauerte mehr als dass sie Glück aushalten konnte. Ihren Durchbruch feierte sie mit dem Album „Back to black“ – zurück zur düsteren Seite des Lebens.

Drogenmissbrauch und psychische Probleme

Menschen, bei denen die intrinsische Motivation Individualität besonders stark ausgeprägt ist, haben es nicht gelernt, glücklich zu sein. Eigentlich müsste man sagen, dass sie das Glücklichsein verlernt haben, denn Glücklichsein gehört ja auf ursprüngliche Art und Weise zur kindlichen Natur.
Wird ein Kind in ein düsteres Umfeld hineingeboren, in dem Depression, Schmerz oder Trauer vorherrschen, lernt es, sich anzupassen und selbst auch Dramen zu provozieren. Amy Winehouse wurde schon als Kind von mehreren Schulen verwiesen, weil sie so schwierig war. Gleichzeitig ist ihr persönliches Unglück auch immer Motor für ihre Kunst gewesen. Sie selbst sagte, dass sie nur über etwas schreiben könne, was sie auch erlebt habe. Ihre düstere Musik und die traurigen Texte sind somit als Spiegel ihrer Seele zu sehen.

Club 27

Drogen, selbstverletzendes Verhalten und immer wieder Alkohol, auch auf der Bühne: Amy Winehouse, die große Angst davor hatte, ebenfalls zum Club 27 zu gehören (wie Kurt Cobain oder Jimi Hendrix) starb an einer Alkoholvergiftung. Sie wurde mit 4,16 Promille in ihrer Wohnung gefunden – ein trauriges, tragisches Beispiel für das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung.

Mehr über Amy Winehouse und ihre Tragik als Künstlerin im Talk bei Radio 21.

Wie funktioniert Key to see®?
Die Key to see®-Methode basiert auf einer Jahrtausende alten Typologie, übersetzt in die heutige Zeit und ergänzt mit tiefenpsychologischen Methoden. Um Persönlichkeitsaspekte von Personen des öffentlichen Lebens herausfiltern und daraus Anhaltspunkte für die Gründe ihres Handelns zu finden, durchforstet Mira Mühlenhof Biographien, Wikipedia-Einträge und Berichte im Internet, analysiert YouTube-Videos von öffentlichen Auftritten und liest Aspekte aus Facebook-Einträgen und Postings – auch von anderen Nutzern. „Es ist wie das Zusammensetzen eines großen Puzzles“, sagt Mira. „Wir erhalten wertvolle Erkenntnisse über die intrinsische Motivation unserer Mitmenschen und können ihr Verhalten besser nachvollziehen. Das Nachfühlen von Handlungsmotiven dient somit als Basis für mehr Verständnis und Empathie.“