Mira bei RADIO 21: Eric Clapton

Verfasst von am 04. April 2015 in Menschen der Woche - das Archiv

In der Coaching-Kolumne „Menschen der Woche“ bei den Sendern Radio 21 und Rockland Radio spricht Mira Mühlenhof regelmäßig über Menschen, die uns in diesen Tagen bewegen.

Zum Geburtstag: Eric Clapton ist 70 geworden

Er blickt zurück auf eine beispielhafte Karriere, für viele Rock- und Blues-Fans gilt er als einer der besten Gitarristen aller Zeiten: Eric Clapton. Kaum ein Gipfel, aber auch kaum ein Tal hat er in seinem Leben ausgelassen. Er feierte die größten Erfolge und erlebte harte Schicksalsschläge wie den Tod seines kleinen Sohnes, der aus dem Fenster eines Hochhauses fiel. Das Unglück thematisiert er in dem Song „Tears in Heaven“. Sein Leben lang kämpfte der große Sanfte mit der sensiblen Hand auch gegen seine eigenen inneren Dämonen: Alkohol, die ganze Drogenpalette rauf und runter: all das hat er überlebt und überstanden und seine Musik klingt heute so weise wie nie zuvor.

Das Geheimnis von Mr. Slowhand

Mira liest aus dem Verhalten, der Energie, den Zitaten und dem Auftreten Claptons (und aus ihrer persönlichen Begegnung mit Clapton Ende der 90iger Jahre in Hannover, über die sie im Talk bei Radio 21 spricht) die Motivation Individualität heraus. Menschen mit dieser Persönlichkeitsstruktur wird oftmals Hochsensibilität zugesprochen, eine wohl realistische Einschätzung, die auch ein Stück weit erklärt, warum sie so viele Menschen in künstlerischen Berufen diese Persönlichkeitsstruktur haben. Sie fühlen tiefer, intensiver als andere, nehmen die eigenen und die Gefühle anderer deutlicher wahr. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn Gefühle sind ja nicht immer nur gut. Werden die eigenen inneren Dämonen ähnlich stark gefühlt wie positive Gefühle, können wir fast nachvollziehen, dass diese Menschen zu Drogen oder anderen Mitteln greifen, um die Dämonen zu betäuben.

Sensibel, aber exzentrisch

Menschen mit der Persönlichkeitsstruktur Individualität können in zwischenmenschlichen Beziehungen schwierig sein, weil sie nahezu perfekt das Spiel aus Nähe und Distanz beherrschen. Wenn man auf sie zugeht, machen sie einen Schritt zurück – und vice versa. Das kann irritieren und / oder auf Dauer nerven. Interviews mit Eric Clapton sind dementsprechend Glückssache: hat er einen guten Tag, wird es gut – falls nicht, das Gegenteil. Reporterroulette eben.

Wie funktioniert Key to see®?

Die Key to see®-Methode basiert auf Jahrtausende alten Typologie des Enneagramms, übersetzt in die heutige Zeit. Um Persönlichkeitsaspekte von Personen des öffentlichen Lebens herausfiltern und daraus Anhaltspunkte für die Gründe ihres Handelns zu finden, durchforstet Mira Biographien, Wikipedia-Einträge und Berichte im Internet, analysiert YouTube-Videos von öffentlichen Auftritten und liest die persönlichen Aspekt aus Facebook-Einträgen und Postings – auch die von anderen Nutzern. „Es ist wie das Zusammensetzen eines großen Puzzles“, sagt Mira. „So können wir wertvolle Erkenntnisse über unsere Mitmenschen erhalten und ihr Verhalten besser verstehen. Ein Sich-rein-denken und Nachfühlen in eine andere Persönlichkeitsstruktur ist für mich die Basis für Empathie.“

Photo: http://it.wikipedia.org