Mira bei RADIO 21: Die Queen

Verfasst von am 27. Juni 2015 in Menschen der Woche - das Archiv

In der Coaching-Kolumne „Menschen der Woche“ bei den Sendern Radio 21 und Rockland Radio spricht Mira Mühlenhof regelmäßig über Menschen, die uns in diesen Tagen bewegen.

Für immer Queen – Elizabeth II.

Da kommt eine kleine, alte Dame ins Land und Deutschland steht Kopf. Die Queen all over, auf Titelseiten, in den Nachrichten, es gibt kein Entkommen. Grund genug für uns, die Persönlichkeit der Monarchin ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Wir stoßen auf die intrinsische Motivation „Perfektion“ – so wie die Queen auch von anderen Enneagramm-Experten gesehen wird. Hinweise auf diesen inneren, unbewussten Antrieb finden sich bereits in der Kindheit der Regentin: Ihre ehemalige Gouvernante Marion Crawford schreibt in einer Biografie über die Kindheitsjahre der Königin, ihre Liebe zu Pferden und Hunden, ihre Ordentlichkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein. Von ihrer Cousine wurde die Queen als „munteres kleines Mädchen, aber grundsätzlich vernünftig und artig“ beschrieben.

Wie ein Schweizer Uhrwerk

Elizabeth wirkt streng, manchmal sogar kalt, dabei ist sie vor allem eines: sehr pflichtbewusst. Auch mit über 80 Jahren zieht sie ihren königlichen Terminplan durch, von aufgeben oder aufhören war nie die Rede. Schließlich hat sie in jungen Jahren einen Eid geschworen: „Mein ganzes Leben, sei es kurz oder lang, werde ich in Euren Dienst stellen.“

Fast nie erlaubt sich die pflichtbewusste Monarchin, Gefühle zu zeigen. Einmal hat es das Volk eingefordert: nach dem Tod von Lady Di. Ihr Sohn Charles hat sich einmal bitterlich darüber beschwert, von seiner Mutter keine Zuneigung erfahren zu haben. Nur zweimal am Tag sei er als Kind zu seiner Mutter vorgelassen worden, verabschieden musste er sich mit einem Diener. Charles spricht daher von einer „elenden Kindheit.“

Würde und Pflicht

„Seit mehr als 50 Jahren hat Elizabeth Windsor ihre Würde, ihr Pflichtgefühl und ihre Frisur behalten. Sie steht mit den Füßen fest auf dem Boden, trägt den Hut auf dem Kopf, ihre Handtasche am Arm und hat viele, viele Stürme durchgemacht.“ – so Schauspielerin Helen Mirren, die für die Hauptrolle in „The Queen“ einen Oscar bekam. Ja, die Queen wirkt so, als produziere sie perfekte öffentliche Auftritte und Staatsbesuche am laufenden Band. Ihr Besuch in Deutschland ist der 97. insgesamt. Kein britischer Monarch ist jemals mehr gereist. Wünschen wir ihr, dass sie die hundert vollmachen kann!

Wie funktioniert Key to see®?

Die Key to see®-Methode basiert auf Jahrtausende alten Typologie des Enneagramms, übersetzt in die heutige Zeit. Um Persönlichkeitsaspekte von Personen des öffentlichen Lebens herausfiltern und daraus Anhaltspunkte für die Gründe ihres Handelns zu finden, durchforstet Mira Biographien, Wikipedia-Einträge und Berichte im Internet, analysiert YouTube-Videos von öffentlichen Auftritten und liest persönliche Aspekte aus Facebook-Einträgen und Postings – auch die von anderen Nutzern. „Es ist wie das Zusammensetzen eines großen Puzzles“, sagt Mira. „So können wir wertvolle Erkenntnisse über die intrinsische Motivation unserer Mitmenschen erhalten und ihr Verhalten besser verstehen. Das Nachfühlen der Handlungsmotive des anderen ist für mich die Basis für echte Empathie.“


Photo: https://en.wikipedia.org