Mira bei RADIO 21: Lewis Hamilton versus Nico Rosberg

Lewis Hamilton oder Nico Rosberg – an diesem Wochenende entscheidet sich, wer von beiden die diesjährige Formel-Eins-Weltmeisterschaft gewinnt. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei Hamilton mit klarem Punktevorsprung ins Rennen geht.

Beiden wird in den Medien gern eine Feindschaft nachgesagt, die weit über die Rivalität zweier Rennfahrer, die für einen Rennstall antreten, hinausgeht. Aber stimmt das? Und wer von beiden ist wirklich der bessere Fahrer?

Auf den ersten Blick fällt auf, dass Lewis Hamilton viel wilder und mutiger wirkt als Nico Rosberg, der eher brav rüberkommt. Viele führen das auf die finnischen Gene von Rosberg zurück: nordisch kühl. Was ja nicht stimmt, die Finnen sind ja schon ein sehr lustiges Völkchen…

Lewis Hamilton

… spielt den Bad Guy, den Draufgänger. An seinem Verhalten, also an dem, was er tut oder eben nicht tut, können wir seinen unbewussten Antrieb erkennen. Bildlich gesprochen handelt es sich um eine innere Maschine, die ein bestimmtes Produkt herstellt, wie zum Beispiel Perfektion, Erfolg, Sicherheit oder Spaß. Auf dieses Produkt ist der Mensch so sehr fixiert, dass es in seinem Leben einen übergeordneten Stellenwert hat. Sein ganzes Verhalten richtet sich danach aus.

Lewis Hamilton sehe ich in dem Spannungsfeld Erfolg / Individualität. Er inszeniert sich gern selbst, mit seinen Brillis im Ohr und seinen Tattoos. Er hat einen sehr stark ausgeprägten Drang nach Anerkennung und Aufmerksamkeit, mag die große Bühne. Er kommt sehr charmant rüber, badet gern in der Menge. Gleichzeitig wirkt er glatt, man kann ihm nicht hinter die Fassade schauen. Sehr amerikanisch, obwohl er Engländer ist. Und er lebt ja auch den amerikanischen Traum, hat sich von der Pike auf hochgearbeitet.

Nun könnte man sagen, bei der Formel-1 sind alle gleich, weil alle gewinnen wollen.
Doch womit ist der Sieg für die Person verbunden? Es gibt Rennfahrer, denen geht es darum, aus dem Zweikampf oder dem Kampf gegen alle anderen Fahrer als Sieger hervorzugehen, also den Kampf gewonnen zu haben. Die Anerkennung der Öffentlichkeit ist ihnen dabei gar nicht wichtig, es reicht ihnen die Genugtuung, den Kampf für sich entschieden zu haben. Anders Hamilton: Er hat den Drang zu gewinnen, weil er gern im Mittelpunkt steht. Beispielsweise liest er massenweise Artikel über sich selbst, das zeugt von einer hohen Eitelkeit.

Ein weiterer Hinweis für das Spannungsfeld Erfolg/Individualität: Er wusste schon sehr früh, wo er hin will und war bereits als kleiner Junge sehr von sich überzeugt. Als er zehn Jahre alt war, hat er Ron Dennis, den Chef von McLaren, um ein Autogramm gebeten und ihm erzählt, dass er selbst später auch für McLaren fahren wolle. Ron Dennis hat später einmal gesagt, dass er diese Begegnung nie vergessen habe. In diesem Moment war ein gesundes Selbstbewusstsein sicherlich gut, dummerweise legt sich Lewis Hamilton mit seinem stark ausgeprägten Ego auch viele Steine in den Weg: Er macht oftmals (Fahr-)Fehler, wenn es wirklich drauf ankommt. Das heißt, sein eigener Erfolgsdruck ist so stark, dass seine Konzentration darunter leidet. Das Ergebnis ist natürlich Misserfolg – der für ihn wiederum ein großer Ansporn ist. Zitat: „Manchmal muss man erst verlieren, um zu lernen, wie man gewinnt.“ Das ist typisch für Menschen mit der Fixierung auf Erfolg und Individualität: Misserfolge werden sofort ins positive umgedeutet.

Nico Erik Rosberg

Viel besonnener! Rosberg fährt quasi auf Nummer sicher, weil sein innerer Antrieb auch diese Überschrift hat: Sicherheit. Auf seine Karriere als Rennfahrer geblickt können Sie die Situationen, in denen Rosberg der Verursacher einer gefährlichen Situation auf der Strecke war, an einer Hand abzählen. Seine mangelnde Risikobereitschaft erklärt aber auch, warum er lange Jahre eher im Mittelfeld mitgefahren ist. Rosberg hat seine Punkte immer bei den unauffälligen Rennen geholt! Anders gesagt: ohne Wagemut und Risiko fahren Sie als Rennfahrer nun mal nicht vorne mit.

Seine innere Motivation erklärt auch, warum er bei Pressekonferenzen immer sehr zurückhaltend ist. Menschen, die mit ihrer inneren Maschine Sicherheit produzieren, stehen lieber in der zweiten Reihe – in der ersten wird schließlich geschossen. Sie mögen sehr wohl den Kitzel und das Abenteuer, aber nur in „gesunden Dosen“.

Weitere Merkmale der Persönlichkeit von Nico Rosberg: Er ist sehr loyal und sehr treu. Der Wechsel von Williams zu Mercedes ist ihm nicht leicht gefallen. Auch in seiner Beziehung ist er treu, mit seiner heutigen Frau Vivian Sibold ist er bereits seit 11 Jahren zusammen, er hat sie mit 18 Jahren kennengelernt. Sein Vater, ebenfalls Rennfahrer, ist bis heute sein Idol.

Miras Prognose für das finale Duell am kommenden Wochenende:

Wenn es Hamilton gelingt, sich von seinem eigenen Erfolgsdruck nicht erdrücken zu lassen und nicht auf Risiko zu fahren, gewinnt er die WM. Dummerweise macht er in den entscheidenden Rennen häufig Fahrfehler. Rosbergs Vorteil liegt in seinem kühlen Kopf und seiner Besonnenheit. Er kann das Ding solide nach Hause fahren, indem er einfach sein Ding macht und darauf setzt, dass Hamilton sich selbst rausschießt.

Tipps fürs Zwischenmenschliche:

Wenn man es mit einem Menschen zu tun hat, der auf Erfolg fixiert ist wie Lewis Hamilton, worauf sollte man achten?

Zunächst gilt es zu verstehen, dass diesem Menschen permanent Anerkennung fehlt für das, was er tut. Darum sucht er diese Anerkennung im außen, ist abhängig vom Applaus anderer. Das kann in Beziehungen dazu führen, dass man sich als Partner wie die zweite Geige fühlt: Immer ist die Arbeit wichtiger, denn dort lockt die Aussicht auf Erfolg.

Das mag auch ein Grund für die Mehrfachtrennungen von Lewis Hamilton und seiner Verlobten, Sängerin Nicole Scherzinger, gewesen sein: Wir Frauen haben ja oftmals ein größeres Bedürfnis nach Nähe, das von Erfolgsmenschen nur selten gestillt werden kann. Auffällig ist ja, dass immer sie diejenige war, die die Beziehung beendet hat – ich würde mal darauf tippen, weil er sich zu wenig Zeit für sie genommen hat. In dem Job verständlich – aber auch als Formel-1-Fahrer kann man der Familie Priorität einräumen, wenn man es will – siehe Michael Schumacher.

Menschen mit einer Fixierung wie Nico Rosberg als Beziehungs-Partner?

Sind sicherlich sehr verlässlich, treu, loyal, aber auch ein wenig ängstlich. Sehr strukturiert und daher nicht unbedingt für spontane Aktionen zu haben. Diese Persönlichkeitsstruktur ist sicherlich für viele Frauen attraktiv, weil man sich keine Sorgen machen muss, hintergangen oder verlassen zu werden. Kann aber auch ein wenig langweilig werden … .

Wie ich einen solchen Menschen dazu bringe, mutiger zu werden? Nur durch Vertrauen und Verlässlichkeit. Hilfestellung geben und immer wieder versichern, dass alles gut ausgeht. Denn Menschen mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis haben oftmals ein Worst-Case-Szenario vor Augen und machen sich zu viele Sorgen.

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