Mira bei RADIO 21: Malcom Young

Verfasst von am 13. Dezember 2017 in RADIO 21

41 Jahre in einer Band, verantwortlich für unverkennbare Gitarrenriffs und den typischen AC/DC-Sound: die Rockwelt trauert um Malcolm Young. Und so, wie sein trockener Gitarrensound klang, war auch sein Leben: Für einen Musiker erstaunlich brav und strukturiert. Kein Wunder, dass das etwas mit seiner Persönlichkeitsstruktur zu tun hat…

Bescheiden und treu

Man braucht nur wenige Sekunden, um den typischen AC/DC-Sound zu erkennen. „Die meisten Riffs für die Ewigkeit hat AC/DC geschaffen“, so ein Kommentar in der Süddeutschen Zeitung. Und so treu, wie Malcolm Young seinem Stil geblieben ist, so treu war er auch als Musiker und Person. Sein Privatleben können wir fast als bieder beschreiben, seit Mitte der 70er Jahre war er verheiratet, hatte einen Sohn und eine Tochter. Keine Homestories, keine intimen Interviews, keine Skandale oder zerlegten Hotelzimmer – seine langen Haare waren fast schon das wildeste an Malcolm Young.
Diese Persönlichkeitsattribute und auch sein scheues Auftreten lassen darauf schließen, dass er von der intrinsischen Motivation Sicherheit angetrieben wurde. Sein Bruder Angus sagt über ihn, dass Malcolm den ganzen Starrummel nie gemocht habe, er sei dafür viel zu bescheiden gewesen. Das passt zu einer Persönlichkeitsstruktur, die sich eigentlich lieber in der zweiten Reihe aufhält. Und es mag sein, dass Malcolm aus diesem Grund die Leadgitarre der Band seinem Bruder Angus überlassen hat…
Malcolm Young ist mit 64 Jahren gestorben. Es war seit längerem bekannt, dass er unter Demenz gelitten und schnell sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Das muss für ihn, der als strukturiert, planerisch und sehr kopfgesteuert galt, besonders schlimm gewesen sein.

Mehr über Malcolm Youngs Leben und seine Rolle in der Band hören Sie hier.

Wie funktioniert Key to see®? 
Die Key to see®-Methode basiert auf der Typologie des Enneagramms, übersetzt in die heutige Zeit. Um Persönlichkeitsaspekte von Personen des öffentlichen Lebens herauszufiltern und daraus Anhaltspunkte für die Handlungsmotivation zu finden, durchforstet Mira Biographien, Wikipedia-Einträge, Interviews und Berichte im Internet und analysiert YouTube-Videos von öffentlichen Auftritten. „Es ist wie das Zusammensetzen eines großen Puzzles“, sagt die Expertin für intrinsische Motivation. „Das Nachfühlen der Handlungsmotivation unserer Mitmenschen ist die Basis für Empathie.“